Checkliste: Das Baby ist da

Auswahl

Das Baby ist auf der Welt – und seine Eltern möchten am liebsten voll und ganz für ihren Nachwuchs da sein. Doch gleich nach der Geburt gibt es bereits viel Offizielles zu regeln. Woran Mütter und Väter denken sollten, ist in unserer Checkliste „Das Baby ist da“ nachzulesen. Die Übersicht hilft, die Sachen zügig und entspannt zu erledigen. So bleibt mehr Zeit für den Nachwuchs.

Nach der Geburt

  • Geburtsurkunde

    • Die Geburtsurkunde muss innerhalb von 1 Woche (5 Werktage) nach der Geburt beantragt werden. Zuständig ist das Standesamt.


    • Tipp: Kliniken übernehmen als Service oft die Anmeldung beim Standesamt. Eltern brauchen dann die Urkunde nur noch abzuholen. Erkundigen Sie sich rechtzeitig

    • Benötigte Unterlagen:

    • Alternative: Pässe

    • Alternative: Beglaubigte Abschrift aus dem Familienbuch. Dies gilt für Ehepaare.

    • Wenn die Eltern keinen gemeinsamen Ehenamen haben, dann ist eine schriftliche Erklärung darüber nötig, wie das Kind (Vorname/n und Nachname) heißen soll. Gibt es nur einen Erziehungsberechtigten, erhält das Kind grundsätzlich dessen Namen.

    • Bei unverheirateten Paaren zusätzlich:

    • ... sofern bereits vorhanden.

  • Weitere Checkpunkte

    • Der Arbeitgeber sollte möglichst umgehend von der Geburt unterrichtet werden. In den ersten 8 Wochen nach der Entbindung gilt die Mutterschutzfrist und somit ein Beschäftigungsverbot. Bei Früh- oder Mehrlingsgeburten sind es 12 Wochen.

    • Das Baby muss innerhalb von7 Werktagen beim Einwohnermeldeamt gemeldet werden. Das ist wichtig für den Eintrag in den Lohnsteuerkarten. Vorzulegen sind Geburtsurkunde, Personalausweis/Pass und ggf. Urkunde über die Anerkennung der Vaterschaft.

    • Das Baby muss schnellstmöglich krankenversichert werden. Es empfiehlt sich, das Kind bei dem berufstätigen bzw. meistverdienenden Elternteil zu versichern. Die Krankenkasse, bei der Ihr Kind versichert sein soll, benötigt als Nachweis eine Kopie der Geburtsurkunde.

    • Tipp: Ist ein Elternteil privat versichert, empfiehlt es sich, noch vor der Geburt mit der Krankenkasse zu sprechen, um die Konditionen abzuklären.

    • Kindergeld wird für alle Kinder bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres gezahlt, die in Deutschland leben. Der Antrag auf Kindergeld ist bei der Familienkasse der Agentur für Arbeit (http://www.familienkasse.de) zu stellen. Dafür ist ebenfalls eine Geburtsurkunde des Kindes nötig. Der Antrag muss spätestens bis zum vierten Lebensjahr des Kindes gestellt werden. Übrigens: Die Zahlung erfolgt ggf. auch rückwirkend.

    • Hinweis: Angestellte oder Beamte im öffentlichen Dienst erhalten das Kindergeld von der Kindergeldkasse ihres Dienstherren.

    • Elterngeld sollte innerhalb der ersten 3 Monate nach der Geburt des Babys beantragt werden. Die Anträge können aber bereits während der Schwangerschaft gestellt werden. Ausführliche Infos erhalten Sie bei den Elterngeldstellen oder beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (http://www.bmfsfj.de). Vorzulegen sind: Geburtsurkunde des Kindes (Original), Bescheinigung der Krankenkasse über die Zahlung des Mutterschaftsgeldes, Bescheinigung des Arbeitgebers über einen Zuschuss zum Muttergeld, Einkommenserklärung bzw. Lohn- und Gehaltsabrechnungen für die letzten 12 Monate vor der Geburt.

    • Der schriftliche Antrag auf Elternzeit muss spätestens 7 Wochen vor Beginn der Elternzeit beim Arbeitgeber vorliegen. Bei weiteren Fragen zur Elternzeit wenden Sie sich bitte an eine der Elterngeldstellen. Übrigens: Auch Väter können Elternzeit beantragen.

    • Kinder sind bei den Eltern mitversichert. Meist genügt ein Anruf, um die Versicherung über die Geburt des Kindes zu informieren. Wer sicher gehen möchte, schickt ein Fax oder ein Einschreiben.

    • Eltern, die mit ihrem Baby ins Ausland reisen möchten, benötigen einen Kinderreisepass. Der früher übliche Eintrag im Pass der Eltern reicht nicht mehr aus. Der Antrag ist beim Einwohnermeldeamt zu stellen. Vorzulegende Unterlagen sind dieselben wie bei der Anmeldung des Babys. Zusätzlich ist ein biometrisches Foto (45 x 35 mm) nötig. Gibt es nur einen Erziehungsberechtigten, muss zudem der Sorgerechtsnachweis vorliegen. Wer im Lande bleiben möchte, braucht den Pass für sein Kind nicht.

Vor der Geburt

  • Das Mutterschaftsgeld sollte spätestens 7 Wochen vor dem Geburtstermin beantragt werden. Der Antrag ist bei der gesetzlichen Krankenkasse zu stellen, in der die Schwangere versichert ist (pflichtgemäß oder freiwillig). Benötigt wird eine Bescheinigung über die Schwangerschaft bzw. den Geburtstermin. Kopie der Geburtsurkunde später dann nachreichen.

  • Infos für Paare ohne Trauschein

  • Die Anerkennung der Vaterschaft lässt sich über das Standesamt, das Jugendamt, ein Amtsgericht oder einen Notar regeln – vor oder nach der Geburt. Erforderliche Unterlagen: Geburtsurkunden oder Abstammungsurkunden beider Eltern (alternativ: eine beglaubigte Abschrift aus dem Familienbuch), Personalausweise/Pässe, Geburtsurkunde des Kindes, Zustimmung der Mutter (falls diese abwesend ist).

  • Unter der Voraussetzung, dass der Vater die Vaterschaft anerkannt hat, kann das unverheiratete Paar ein gemeinsames Sorgerecht beantragen. Dies ist kostenlos beim Jugendamt möglich – oder bei einem Notar.

  • Benötigte Unterlagen:

  • Es geht hier um die Geburtsurkunden der Antragsteller.

  • Alternativ: Geburtsurkunde.

Die Checkliste ist als Orientierungshilfe im Alltag gedacht. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es sind – die unserer Meinung nach – wichtigsten Punkte zusammengefasst.