Checkliste: Der erste Schultag

Auswahl

Der erste Schultag ist ein ganz besonderes Ereignis, dem die kleinen Jungen und Mädchen schon lange vorher entgegen fiebern. Es ist der Start in einen neuen Lebensabschnitt: Schulkinder sind bereits richtig „groß“! Für die Kinder ist es ein wichtiger Schritt, aber auch für die Eltern. Unsere Checkliste zur Einschulung hilft Ihnen bei den Vorbereitungen:

Ablauf

Schultüte

  • Der Inhalt der „Zuckertüte“ sollte eine bunte Mischung aus nützlichen Dingen, Süßigkeiten und kleinerem Spielzeug sein.

  • Es dürfen gern die Lieblingssüßigkeiten des Kindes sein.

  • Als kleine Geschenke eignen sich: Spielzeugautos, Mini-Bälle, Kuscheltiere, Püppchen, Schmuck wie Ohrringe, Armbänder oder Haarspangen, Murmeln, Springseil.

  • Tipp: Damit die „Zuckertüte“ nicht so schwer wird, sind besonders Süßigkeiten wie Mäusespeck, Puffreis oder Popcorn zu empfehlen.

  • Tipp: Jüngere Geschwisterkinder nicht vergessen – sie sollten eine etwas kleinere Schultüte bekommen.

Ausstattung

  • Was die Erstklässler für den Schulanfang mitbringen sollten, dazu gibt es normalerweise Empfehlungen der Schule. Meist sind folgende Materialien gefragt:

  • Tipp: Kaufen Sie die Schulmaterialien mit Ihrem Kind zusammen.

  • Tipp: Kaufen Sie die Schulmaterialien nicht zu früh. Die Schulen geben den Eltern meist eine Liste mit allen Utensilien, die Abc-Schützen an ihrer Schule für den Start benötigen.

Pausenbrot

Vor der Einschulung

  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Schule. Stellen Sie v. a. folgende Fragen: Was erwartet es vom ersten Schultag? Wovor hat Ihr Kind Angst? Wie stellt es sich den Schultag vor? Wenn das Kind seine Eltern an seiner Seite weiß, fällt ihm der Schulstart leichter.

  • Eltern sollten den Schulweg mit ihrem Kind unbedingt vorher üben: Machen Sie auf Gefahrenquellen aufmerksam und üben Sie das richtige Verhalten im Straßenverkehr. Wichtig ist, dies wirklich morgens und mittags zu trainieren, um die realen Gegebenheiten kennen zu lernen. Denken Sie besonders in der dunklen Jahreszeit daran, Ihrem Kind helle, leuchtende Kleidung anzuziehen, damit es besser gesehen wird

  • Schauen Sie sich mit Ihrem Kind am besten auch schon einmal die Schule und den Pausenhof an.

  • Tipp: Erkundigen Sie sich, ob die Schule oder der Kindergarten „Schnuppertage“ anbietet.

  • Gewöhnen Sie Ihr Kind rechtzeitig an den künftigen Tagesablauf. Dazu gehören besonders feste Schlafens- und Aufstehzeiten.

  • Übertragen Sie Ihrem Kind kleinere Aufgaben im Haushalt, damit es langsam lernt, Verantwortung zu übernehmen.

  • Das Kind braucht zu Hause einen ungestörten Platz, an dem es konzentriert seine Hausaufgaben machen kann. Am besten ist ein eigener, kindgerechter Schreibtisch.

  • Die Schulen laden in der Regel vor dem Schulstart zu einem ersten Elternabend. Nutzen Sie dieses Angebot, um sich zu informieren.

  • Sie sollten noch vor dem Schulstart Ihres Kindes klären, wer in Notfällen (z. B. Unterrichtsausfall) in Ihrer Abwesenheit einspringt und Ihr Kind betreut. Informieren Sie die Schule darüber, wer diese Kontaktperson ist.

Feier zum ersten Schultag

  • So ein einmaliger Tag wie die Einschulung muss gefeiert werden. Das kann ein Familienfeier im kleinen Kreis sein oder eine richtige Party. Aber es darf auch etwas ganz anderes sein – wie zum Beispiel:

  • Tipp: Die Plätze im Restaurant sollten Sie unbedingt rechtzeitig reservieren! Denn an festen Terminen, wie dem Schulanfang, sind die Gastronomie-Betriebe der Region sehr schnell ausgebucht.

  • Tipp: Für Einschulungspartys, die draußen geplant sind, sollte es eine Alternative für schlechtes Wetter geben.

Schulranzen

  • Der Schulranzen ist für jeden Abc-Schützen so wichtig wie der erste Schultag. Das Kind sollte sich den Ranzen daher aussuchen dürfen – und auch vorher anprobieren. Der Schulanfänger wird besonders aufs Aussehen achten. Eltern sollten dagegen auf Verarbeitung, Gewicht, Aufteilung, Wasserdichtigkeit und die Sicherheit im Straßenverkehr achten – sowie die Alltagstauglichkeit.

  • Aussehen

    • Der Schulranzen sitzt richtig, wenn er an beiden Schulterblättern anliegt. Außerdem sollte die Oberkante waagerecht verlaufen und sich in Höhe der Schultern befinden. Der Ranzen sollte auch nicht breiter sein als der Rücken des Kindes.

    • Ein Schulranzen sollte nicht mehr als 1,5 Kilo wiegen.

    • Die Tragegurte sollten mindestes 4 Zentimeter breit und ca. 50 Zentimeter lang sein. Auch eine gute Polsterung ist wichtig. Außerdem sollte das Kind die Riemen leicht verstellen können. Optimal sind s-förmige Gurte, weil sie nicht scheuern.

    • Der Griff sollte gepolstert sein. Besser noch sind zwei Griffe: einer zum Aufhängen und ein zweiter zum Tragen.

    • Die Rückseite sollte ergonomisch geformt und gut gepolstert sein. Außerdem sollte sie aus atmungsaktivem Material bestehen.

    • Bei der Farbe geht es um die Verkehrssicherheit. Das Kind sollte mit seinem Ranzen auch im Dunkeln gut erkennbar sein. Es bieten sich helle oder grelle Farben an.

    • Das Material sollte reflektierend und/oder fluoreszierend sein, mgl. nach DIN 58124.

    • DIN 58124 bedeutet, dass die Anforderungen an die Verkehrssicherheit, die Gebrauchstauglichkeit und körpergerechte Gestaltung des Schulranzens geprüft sind. Die Normen sind erfüllt, wenn der Ranzen z. B. mit mind. 20 % fluoreszierendem Material in Orange-Rot und/oder Gelb und mind. 10 % retroreflektierenden Materialien ausgestattet ist. Auch die Regenfestigkeit muss gegeben sein. Die Belastbarkeit ist ebenso getestet.

    • Die Verschlüsse sollten leichtgängig sein.

    • Die Reißverschlüsse sollten strapazierfähig und leichtgängig sein.

    • Der Deckel des Schulranzens sollte nach dem Öffnen nicht von allein wieder zuklappen, sondern offen stehen bleiben.

    • Die Aufteilung der Fächer und Taschen sollte durchdacht sein. Schwere Bücher sollten in Rückennähe platziert sein. Auch sollte sich leicht Ordnung halten lassen.

    • Der Ranzen sollte immer sicher stehen – sowohl leer als auch befüllt.

    • Geprüfte Sicherheit wird z. B. mit dem GS-Zeichen bescheinigt. Ansonsten bieten die Tests von Stiftung Warentest und Ökotest gute Orientierungshilfen.

    • Außentaschen sind praktisch, besonders wenn z. B. dort eine Trinkflasche hineinpasst.

    • Vielleicht gibt es auch den Turnbeutel oder andere Utensilien in demselben Design?

    • Neue, qualitativ hochwertige Schulranzen sind kostspielig. Eltern sollten überlegen, ob evtl. auch ein Vorjahresmodell oder ein gebrauchter Ranzen in Frage kommt.

  • Gesundheit

    • Ein Schulranzen sollte auf keinen Fall zu schwer sein. Eine zu schwere Last kann die Wirbelsäule des Kindes schädigen. Nach Angaben der Krankenkasse AOK gilt die Faustregel: Ein Schulranzen – Tasche und Inhalt (Bücher, Hefte, Pausenbrot und Trinkflasche) – sollte höchstens auf ein Gewicht kommen, das 10–12 Prozent des Körpergewichts des Kindes ausmacht. Bei einem Abc-Schützen, der 20 Kilo wiegt, sind es also max. 2,4 Kilo. Empfohlen wird eine Aufteilung auf je 1,2 Kilo. Die Angaben gelten für Jungen und Mädchen mit Normalgewicht. Zierliche oder übergewichtige Kinder benötigen leichtere Schulranzen. Und: Ein Tornister sollte auf keinen Fall mehr als 15 % des Körpergewicht des Trägers überschreiten. Eltern sollten den Ranzen etwa alle 14 Tage hinsichtlich des Gewichtes checken und ggf. überflüssiges Material herausnehmen. Spielzeug und Getränkedosen gehören z. B. nicht hinein.

Die Checkliste ist als Orientierungshilfe im Alltag gedacht. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es sind – die unserer Meinung nach – wichtigsten Punkte zusammengefasst.