Die große Garten-Checkliste

Auswahl

Ob Frühling, Sommer, Herbst und Winter – im Garten gibt es immer genug zu tun. Mit unser großen Garten-Checkliste können Sie die Gartenarbeit durchs Jahr hindurch Monat für Monat ganz systematisch angehen. Es sind Tipps zu Nutz- und Ziergärten enthalten. Sie möchten Ihren Garten durch eine Kräuterschnecke bereichern? Eine Bauanleitung dazu ist in dieser Checkliste ebenfalls zu finden. Ideen für eine gelungene Gartengestaltung kommen hinzu – abgerundet mit Infos zu den unterschiedlichen Gartenstilen. Eine gute Orientierung für Gärtner bieten zudem die "Phänologischen Jahreszeiten".

Nutzgarten

  • Januar

    • Frostempfindliche Obstbäume mit Bast- oder Schilfmatten vor Frost schützen. Ein Kalkanstrich schützt die Stämme vor Frostrissen. An frostfreien Tagen lassen sich Edelreiser von Kern- und Steinobst schneiden.

    • Jetzt ist Erntezeit.

    • Wintersalate und Blattgemüse können ausgesät werden, wenn kein Schnee liegt.

  • Februar

    • Obstgehölze wie Apfel, Birne, Pflaume und Beerenobst kann geschnitten werden. Bis März abschließen.

    • Möhren, Radieschen, Rettich, Petersilie, Spinat und Zwiebeln können bei mildem Wetter ausgesät werden. Beete mit Vlies oder Folie schützen.

    • Johannis- und Stachelbeersträucher (wurzelnackt) können gepflanzt werden, sofern kein Frost herrscht.

    • Grün- und Rosenkohl ernten. Auch: Feldsalat, Porree.

    • Saatgut auf Keimfähigkeit überprüfen.

    • Frühgemüse wie Blumenkohl, Wirsing, Kopf- und Pflücksalate kann drinnen bereits vorgezogen werden.

  • März

    • Kräuter wie Petersilie, Zitronenmelisse, Estragon, Liebstöckel, Knoblauch, Borretsch und Schnittlauch jetzt aussäen. Sonst im auch April möglich. Salat, Spinat und Rauke können im Frühbeet (nicht vergessen: Folie gegen Kälte) ausgesät werden. Kartoffeln erst ab ca. 7 °C Bodentemperatur setzen.

    • Wärmebedürftige Gemüsesorten wie Tomaten und Paprika im Haus jetzt schon vorziehen. Im Mai draußen pflanzen. Tomatenstäbe aus dem Vorjahr gründlich reinigen (Krautfäule!)

    • Rhabarber kann gepflanzt werden. Möhren, Zwiebeln, Mangold können unter Folie oder Vlies gepflanzt werden.

    • Gemüsebeete jetzt anlegen. Kompost umschichten und zum Pflanzen nutzen. Bei Bedarf auch oberflächlich in die Beete einarbeiten. Erdbeerbeet flach auflockern. Danach düngen. Geht auch noch im April.

    • An warmen Tagen: Gewächshäuser und Frühbeete lüften

  • April

    • Erbsen, Kohlrabi, Salat, Möhren, Rettich, Spinat jetzt aussäen.

    • Frühkartoffeln legen (ca. 10 cm tief, im Abstand von 35 cm).

    • Brombeeren und Himbeeren jetzt pflanzen. Gilt auch für Weinreben – und Kohlrabi. Vorhandene Brombeersträucher können jetzt noch zurückgeschnitten. Johannisbeeren, Himbeeren und Brombeeren lassen sich jetzt jetzt gut durch „Absenker“ vermehren.

    • Bohnen und Kürbisse jetzt bereits vorziehen.

    • Kräuter säen bzw. pflanzen: Dill, Koriander und Kümmel sowie auch mehrjährige Kräuter wie Pfefferminze, Salbei, Thymian, Rosmarin, Oregano, Estragon und Meerrettich.

    • Rucola

  • Mai

    • Nach den Eisheiligen säen: Stangen- und Buschbohnen, Salat, Gurken, Paprika, Tomaten, Radieschen, Kohlrabi, Lauch, Möhren, Rote Beete, Zucchini, Rosenkohl und Melonen können ausgesät werden.

    • ... für Kopfsalat, Kohlrabi, Spitzkohl, Sellerie, Wirsing, Zuckermais, Zucchini und Tomaten.

    • Blüten am Rhabarber entfernen.

    • Erdbeeren mit Vlies abdecken und vor Frost schützen. Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren und einmulchen

    • Tipp "Clever Gärtnern": Eine gelungene Kombination der Pflanzen erspart viel Ärger: Möhren halten Zwiebelfliegen fern, Zwiebeln die Möhrenfliege. Blumenkohl bleibt in der Nähe von Sellerie von den Raupen des Kohlweißlings verschont. Salat schützt Kohlrabi und Rettich vor Erdflöhen.

  • Juni

    • Möhren, Kohlrabi, Frühkartoffeln und Rharbarber kann bereits geerntet werden. Spargel bis zum 24. Juni stechen.

    • Boden lockern und die Zwischenräume mit Rasenschnitt, gehäckselten Grünabfällen oder unreifem Kompost bedecken. Düngen nicht vergessen.

    • Rosenkohl und Herbstlauch kann jetzt gepflanzt werden.

    • Aussaat von: Möhren, Brokkoli, Blumenkohl, Kerbel, Schnittlauch, Radieschen, Spinat, Portulak, Löffelkraut.

    • Hecken in Form schneiden.

    • Gemüsebeete mit Schutznetzen abdecken. Möhren-, Zwiebel- und Kohlfliegen können dann keine Eier ablegen.

    • Beerenobst mit Netzen vor hungrigen Vögeln schützen.

    • Vorgezogene Pflanzen können jetzt nach draußen.

    • Achseltriebe ausgeizen. Stützen anbringen.

    • Tipp: Johannisbeeren, Erdbeeren oder Tomaten mehrfach mit einem Schachtelhalmpräparat besprühen. Das beugt gegen Säulchenrost und Pilzkrankheiten vor.

    • Jetzt unbedingt regelmäßig gießen und düngen.

    • Erdbeeren, Kirschen und Heidelbeeren können jetzt gepflückt werden. Für Rhabarber ist ebenfalls Erntezeit.

  • Juli

    • Rettich, Chinakohl, Endivien, Rote Bete jetzt säen. Aussaat von Radicchio, Eis- und Kopfsalat sowie Buschbohnen, Möhren, Radieschen, Winterrettich, Mangold und Frühlingszwiebeln ist ebenfalls möglich.

    • Bohnen und Erbsen können jetzt geerntet werden.

    • Beeren und Steinobst sind jetzt reif. Erntezeit für: Johannisbeeren, Stachelbeeren und Himbeeren sowie Aprikosen und Pfirsiche.

    • Tomaten, Gurken, Parika und Kohl brauchen jetzt Dünger.

    • Von den Erdbeerpflanzen die jungen Ranken und die alten Blätter entfernen. Den Boden bis zum Winter lockern. Kompost oder Spezialdünger hinzugeben.

    • Tomaten (auch: Gurken) jetzt häufig gießen. Das verhindert, dass sie aufplatzen oder bitter werden. Achseltriebe und kranke Blätter regelmäßig entfernen.

  • August

    • Erntezeit für Kartoffeln. Auch für Pflaumen.

    • Erntezeit für Gurken, Tomaten, Zucchini, Salat und Kohl.

    • Zwiebel erst ernten, wenn das Laub vertrocknet oder abgeknickt ist. Gilt auch für Knoblauch.

    • Spinat, Feldsalat, Portulak und Salatrauke jetzt aussäen.

    • Apfel, Birne, Kirsche, Pfirsich, Wein, Himbeeren und sonstiges Beerenobst können zurückgeschnitten werden. Das ist aber auch im März oder Februar möglich.

  • September

    • Jetzt ist Erntezeit für: Hasel- und Walnüsse, Holunderbeeren, Rot- und Weißkohl sowie Zwiebeln und Quitten.

    • Unkraut entfernen und Kompost/Hornspäne verteilen.

    • Rasen neu aussäen oder schadhafte Stellen ausbessern. Bis Oktober möglich.

    • Feldsalat und Spinat jetzt aussäen.

    • Rhabarber jetzt pflanzen oder teilen. Auch Knoblauch kann gepflanzt werden.

    • Wenn ein Kälteeinbruch droht: Gemüse und Obst mit Vlies schützen.

  • Oktober

    • Tomaten, Gurken, Paprika und Zucchini können jetzt geerntet werden. Ebenso Äpfel.

    • Aussaat von winterharter Salatrauke. Kresse, Senf, Kerbel, Petersilie, Dill und Schnittlauch kann drinnen ausgesät werden.

    • Pflanzzeit für Rhabarber.

    • Die Oktobersorten jetzt ernten.

    • Samen ernten und sammeln, um sie später zum Pflanzen zu verwenden.

    • Beste Zeit für das Pflanzen von Obstbäumen.

    • Rasen düngen.

    • Boden umgraben oder mit Grabegabel auflockern.

    • Tipp 1: Sorgen Sie dafür, dass Igel große Laub- oder Reisighaufen vorfinden, die sie zum Überwintern nutzen können. Denn Igel helfen dabei, die Schnecken im Garten zu minimieren.

    • Tipp 2: Bringen Sie an den Obstbäumen jetzt Leimringe zum Schutz gegen Frostspanner-Raupen an.

  • November

    • Endivien, Chinakohl, Rot- und Weißkohl sowie Wirsing jetzt abernten. Äpfel (Wintersorten) vor dem ersten Frost ernten.

    • Rosenkohl und Grünkohl erst nach dem ersten Forst ernten. Das gilt auch für Schlehen, Ebereschen und Scheinquitten.

    • Schwere Böden jetzt umgraben. Bei leichten Böden genügt das Auflockern mit der Grabgabel.

    • Obstbäume verjüngen und düngen. Ein Kalkanstrich schützt die Stämme vor Frost.

    • Beete für den Winter vorbereiten und mit Kompost bedecken. Gemüse mit Vlies, Laub oder Fichtenreisig vor Frost schützen.

    • Rasen jetzt das letzte Mal im Jahr mähen.

  • Dezember

    • Möhren, Sellerie und Rote Bete jetzt ernten.

    • Kompost umsetzen, ggf. Kompostbeschleuniger hinzugeben.

Ziergarten

  • Januar

    • Ziergehölze können jetzt an frostfreien Tagen geschnitten werden. Gilt auch für Steckgehölze.

    • Im Keller eingelagerte Kübelpflanzen, Knollen und Zwiebeln kontrollieren.

    • Nach starkem Schneefall. Schneelast von immergrünen Pflanzen abschütteln.

  • Februar

    • Stiefmütterchen, Primeln und Tausendschön können bereits jetzt gepflanzt werden – wenn das Wetter mitspielt.

    • Buschwindröschen und andere "Kaltkeimer" wie Akelei oder Zierlauch jetzt noch schnell aussäen, bevor die Temperaturen steigen.

    • Balkonblumen können jetzt im Haus vorgezogen werden.

    • Kübelpflanzen im Winterquartier jetzt regelmäßig gießen und auf Schädlingsbefall hin überprüfen. Überwinterte Geranien stark zurückschneiden.

    • Von den Beeten die Reste der Gründüngung abräumen bzw. Mulch entfernen. Anschließend Beete flach auflockern und evtl. Kompost einarbeiten.

    • Rosen (wurzelnackt) können gepflanzt werden, sofern kein Frost herrscht.

  • März

    • Schneeglöckchentuffs können nach der Blüte geteilt werden.

    • Stiefmütterchen pflanzen, wenn der Boden frostfrei ist.

    • Rittersporn, Schleierkraut, Kornblume oder Klatschmohn aussäen.

    • Dahlienknollen zum Austreiben in Topf pflanzen.

    • Die abgeblühten Triebe von winterfester Heide jetzt zurückschneiden.

    • Kälteschutz (Vlies, Bastmatten, Folie u. a.) von den Pflanzen nehmen.

    • Beete fürs Bepflanzen vorbereiten: umgraben und Unkraut jäten.

    • Osterglocken, Narzissen, Hyazinthen und Tulpen können jetzt gut Dünger vertragen.

    • Hecken können jetzt zurückgeschnitten werden.

    • Lavendel um ca. ein Drittel zurückschneiden, aber nicht bis ins alte Holz.

  • April

    • Sommerblumen wie Sonnen- und Ringelblume, Kapuzinerkresse, Wicke oder Bechermalve aussäen.

    • Dahlien kommen jetzt aus ihrem Winterquartier in den Topf und dann ab Mitte Mai ins Beet.

    • Rosen jetzt zurückschneiden. Das lässt sie wieder kräftig austreiben. Die Schnitte sollten über den Knospen (ca. 0, 5 cm) geführt werden. Düngen, wenn nötig.

    • Tipp: Rosen jetzt am besten vorbeugend gegen Pilzkrankheiten behandeln. Zu empfehlen ist ein Schachtelhalmpräparat.

  • Mai

    • Kübelpflanzen nach den Eisheiligen ins Freie bringen.

    • Tipp: Beim Umsetzen der Kübelpflanzen am besten schrittweise vorgehen. Pflanzen vom dunklen Keller ins halbdunkle Treppenhaus stellen und dann erst an den hellen Gartenplatz.

    • Knollen und Zwiebeln von Sommerblumen (z. B. Dahlie, Gladiole oder Knollenbegonie) jetzt legen. Dahlienknollen vorher säubern und ggf. teilen.

    • Rasen ab sofort wieder regelmäßig mähten. Falls noch nicht geschehen: Rasen jetzt vertikutieren und Kahlstellen nachsäen.

    • Bei Rhododendron und Flieder die alten Blütenstände ausbrechen. Mandelbäumchen nach der Blüte zurückschneiden.

    • Buchsbäume jetzt in Form bringen.

  • Juni

    • Beete jetzt jäten und Erde auflockern.

    • Frühsommerblüher nach der Blüte schneiden.

    • Herbstblüher jetzt säen. Aussaat auch von Malven, Wicken und Ringelblumen.

    • Tulpenzwiebeln ca. alle 3 Jahre aus dem Boden holen und in trockenem Sand lagern.

    • Balkon- und Kübelpflanzen regelmäßig düngen.

  • Juli

    • Sommerblumen jetzt regelmäßig gießen und düngen. Verwelkte Blüten und kranke Blätter regelmäßig entfernen. Das gilt auch für Ziergehölze.

    • Petunien, Fingerhut und Nachtviolen zurückschneiden.

    • Rosen mit Hilfe von Stecklingen vermehren.

    • Nebentriebe auf ca. 5 Augen einkürzen. Das regt die Blüte an.

    • Kompost für Rosen, Dahlien und Ziergehölze.

    • Laubhecken jetzt schneiden.

    • Vorsicht: Achten Sie darauf, ob Vogelnester in der Hecken sind. Wenn die Vögel noch brüten, bitte nicht stören. Heckenschnitt vertagen.

  • August

    • Pfingstrosen am Monatsende pflanzen. Gilt u. a. auch für Lilien oder Kaiserkronen.

    • Zwiebeln für Schneeglöckchen, Märzenbecher und Narzissen können jetzt gesetzt werden.

    • Balkon- und Kübelpflanzen regelmäßig gießen und verwelkte Blüten entfernen.  

  • September

    • Stauden neu pflanzen oder teilen.

    • Gehölze wie z. B. Buchs sowie Laub- und Nadelgehölze mit Ballen können noch gepflanzt werden.

    • Geranien und Fuchsien durch Stecklinge vermehren.

    • Blumenzwiebeln (z. B. Krokusse, Narzissen, Schneeglöckchen, Tulpen) jetzt in die Erde bringen. Faustregel: Doppelt so tief wie die Zwiebelgröße in den Boden setzen. Möglich bis Ende November, solange kein Frost ist.

    • Chrysanthemen jetzt pflanzen. Gilt ebenso für winterharte Erica.

    • Balkon-, Kübel- und Zimmerpflanzen, die mehrjährig sind, jetzt vor der Überwinterung nicht mehr düngen.

    • Beete hacken und jäten. Nicht mehr düngen.

  • Oktober

    • Knollen von Dahlien, Gladiolen und Freesien ausgraben und kühl und trocken überwintern.

  • November

    • Stauden, Gehölze sowie Hecken, die Laub abwerfen, können jetzt noch gepflanzt werden.

    • Sommerblumen, die einjährig sind, jetzt abräumen.

    • Stauden und Rosen mit Laub einhäufeln.

  • Dezember

    • Bei starkem Schneefall: Schwere Schneelast von immergrünen Pflanzen abschütteln oder abkehren.

Phänologische Jahreszeiten

  • Was blüht wann wo? Die Phänologie befasst sich mit den im Jahresablauf periodisch wiederkehrenden Wachstums- und Entwicklungserscheinungen der Pflanzen. Die Eintrittszeiten charakteristischer Vegetationsstadien werden beobachtet und festgehalten von Beobachtern des Deutschen Wetterdienstes. Anhand bestimmter statistischer Kenngrößen der phänologischen Phasen lässt sich auch ein „Phänologischer Kalender“ konstruieren. Dargestellt werden können beliebige Phasen, z.B. die Leitphasen der phänologischen Jahreszeiten, alle Phasen einer bestimmten Pflanzenart oder etwa eine pollenrelevante Phase für alle Bundesländer. (...) Diese Daten sind für viele Fragestellungen in der Landwirtschaft, aber auch für Medien- und Reiseunternehmen (Obstblüte) sowie in der Medizin (Pollen, Allergien) von großem Interesse.

  • Nach der Phänologie gibt es 10 physiologisch-biologisch begründete phänologische Jahreszeiten, die durch spezielle phänologische Indikatoren ("Leitphasen") gekennzeichnet sind. Es handelt sich um folgende:

  • Vorfrühling

    • Hasel: Beginn der Blüte

  • Erstfrühling

    • Forsythie: Beginn der Blüte

  • Vollfrühling

    • Apfel (hpts. frühreifend): Beginn der Blüte

  • Frühsommer

    • Schwarzer Holunder: Beginn der Blüte

  • Hochsommer

    • Sommer-Linde: Beginn der Blüte

  • Spätsommer

    • Apfel (frühreifend): Beginn der Pflückreife

  • Frühherbst

    • Schwarzer Holunder: erste reife Früchte

  • Vollherbst

    • Stiel-Eiche: erste reife Früchte

  • Spätherbst

    • Stiel-Eiche: Blattverfärbung

  • Winter

    • Stiel-Eiche: Blattfall

Kräuterspirale

  • Eine Kräuterspirale ist ein Beet mit mehreren, untereinander verbundenen Ebenen, das seiner Form nach einem Schneckgehäuse ähnelt. Vorteil: Auf kleinstem Raum können Kräuter in größter Vielfalt gepflanzt werden. So finden mediterrane Kräuter wie Rosmarin und Lavendel, die eine Vorliebe für trockene und nährstoffarme Böden haben, ebenso einen Platz wie die heimische Pfefferminze, die es feucht und nährstoffreich liebt.

  • Bauanleitung

    • So bauen Sie eine Kräuterspirale – Schritt für Schritt:

    • Die Lage der Kräuterschnecke sollte so gewählt sein, dass die Öffnung der Spirale nach Süden ausgerichtet ist. Wählen Sie einen vollsonnigen Platz im Garten. Die meisten Kräuter brauchen viel Licht und Wärme.

    • Tipp: Bei der Auswahl des Standortes für die Kräuterschnecke ist zu beachten, dass der Weg zur Küche nicht zu weit ist oder trockenen Fußes zurückgelegt werden kann. So können die frisch gepflückten Kräuter sofort verarbeitet werden.

    • Stecken Sie den Grundriss der Kräuerschnecke mit Pflöcken und einer gespannten Schnur ab.

    • Für eine ca. 80 Zentimeter hohe Kräuterspirale – gedacht für ein gutes Dutzend Pflanzen – müssen Sie einen Mindestdurchmesser von rund drei Metern einplanen.

    • Im Bereich des Grundrisses den Mutterboden spatentief abtragen.

    • Vor der Spiralöffnung sollte ein Teich angelegt sein. Tiefe: ca. 40 cm.

    • Die Fläche, die abgetragen wurde, mit einer etwa zehn Zentimeter starken Schicht aus grobem Kies auffüllen. Gilt nicht für den Teichbereich.

    • Für die Mauer der Kräuterspirale empfehlen sich Klinkersteine oder Natursteine. Wenn Sie Natursteine verwenden, sollten diese mindestens faustdick sein.

    • Legen Sie die erste Reihe von Steinen in Form einer Spirale mit zwei Windungen.

    • Bauen Sie die Mauer sogen. Trockenmauer ohne Mörtel. Vorteil: Die Zwischenräume lassen sich bepflanzen. Außerdem bieten sie Tieren Unterschlupf.

    • Der höchste Punkt im Inneren der Kräuterspirale sollte ca. 80 hoch sein.

    • Grundfläche mit einer Schicht Schotter (grob) versehen, die im Kern der Spirale etwa 50 cm dick sein sollte.

    • Verwenden Sie für die Verfüllung keine 100%-Gartenerde, sondern Mischungen aus Erde, Sand und Kompost, die jeweils den Bedürfnissen der vorgesehenen Pflanzen entsprechen. Abstufung nach Feuchtigkeit.

    • Die Trockenzone ist ganz oben. Mischung: Der Gartenerde wird zur Hälfte Sand zugesetzt.

    • Der Sandanteil nimmt nach unten hin stetig ab. Der Gartenerde wird stattdessen humose Erde und Kompost beigefügt.

    • Das Teichufer ist ganz unten. Mischung: Ausschließlich Erde und Kompost.

    • Füllen Sie in die Mulde mit einer fünf Zentimeter dicken Sandschicht auf.

    • Den Teich mit Spezialfolie auslegen oder einen Fertigteich verwenden.

    • Befüllen Sie den Teich mit Wasser.

    • Verzieren Sie die Ufer des Teiches mit Steinen.

  • Bepflanzung

Gartenstile

Gartengestaltung

  • Die 10 wichtigsten Tipps zur Gartengestaltung:

  • Fangen Sie rechtzeitig mit der Gartengestaltung an, damit Sie nicht unter Zeitdruck und Sachzwänge kommen.

  • Selbst wenn Sie in einem Jahr nur einen Teil verwirklichen wollen oder können, fertigen Sie für den ganzen Garten einen Gesamtplan an, in den alle Veränderungen harmonisch eingepasst sind.

  • Unter Umständen lohnt es sich, die Anlage oder Umgestaltung des Gartens aus Kostengründen in mehrere Bauabschnitte einzuteilen.

  • Je kleiner der Garten, desto mehr Gestaltungselemente sind nötig. Mit optischen und räumlichen Unterbrechungen erscheinen sogar kleine Gärten groß.

  • Hügel, Mulden, tiefe Sitzplätze, aufsteigende Treppen und Wege machen ein Grundstück lebendig.

  • Natürlicher und schöner als gerade Wege, Mauern, Terrassen oder Beete sind gerundete Formen. Es sei denn, Sie wünschen einen formalen Garten.

  • Schaffen Sie sich bunte Vielfalt. Besitzen Sie einen großen Garten, lassen Sie sich mehrere Gartenthemen und Gartentypen kombinieren. Auch ein Nutzgarten, evtl. mit Kräuterspirale, sollte dann nicht fehlen.

  • Eine gute Gartengestaltung lässt sich an einer gelungenen Gesamtkonzeption erkennen. Die einzelnen Elemente sind dabei harmonisch aufeinander abgestimmt.

  • Denken Sie an den späteren Pflegeaufwand. Wer wenig Zeit hat, bevorzugt extensive Anlagen oder gibt die Pflege in Auftrag.

  • Das alles geht schlecht ohne kompetente Partner. Landschafts- und Gartenarchitekten sowie Experten für Garten & Landschaft stehen Ihnen von der Gestaltung bis zur Ausführung mit Rat und Tat zur Seite.

Diese Checkliste ist als Orientierungshilfe im Alltag gedacht. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es sind – die unser Meinung nach – wichtigsten Punkte zusammengefasst. Quelle zum Phänologischen Kalender: Deutscher Wetterdienst; Quelle zur Gartengestaltung: GaLaBau-Service GmbH