Die große Checkliste zum richtigen Heizen & Lüften

Auswahl

Richtiges Heizen und Lüften ist wichtig, weil sonst Schimmelbefall droht. Eine Gefahr ist gegeben bei relativ hoher Luftfeuchtigkeit, zu niedrigen Raum- bzw. Wandtemperaturen und/oder unzureichender Lüftung. Unsere große Checkliste liefert die wichtigsten Tipps zur Vorbeugung.

Gebäude

  • Kontrollieren Sie Dach, Fassade oder das Erdreich am Gebäude. Es darf keine Feuchtigkeit ins Innere gelangen. Faustregel: Außendämmung ist immer besser als die Dämmung von innen!

  • An Außenwänden sollte der Taupunkt nicht unterschritten werden, weil sich sonst Kondenswasser bildet. Falls Wärmebrücken auftreten, sollten Sie diese ausreichend dämmen.

  • Ein Neubau muss vor dem Erstbezug vollständig trocken sein. Besonders kritisch sind Innenwände, die beidseitig mit Estrich verkleidet sind.

  • Achten Sie beim Einbau darauf, dass feuchtes Material für den Innenausbau zuvor sorgfältig getrocknet wird.

  • Wichtig ist auch die richtige Materialwahl. So sollten Sie in Bädern, Küchen und Schlafräumen anorganischen Materialien wie z.B. Kalkputz den Vorzug geben. Für die übrigen Räume gilt: Am besten feuchtespeichernde Materialien verwenden. Sie halten die Feuchtigkeit bis zum nächsten Lüften.

Heizen

  • In kalten, wenig gelüfteten Räumen drohen Feuchteschäden und Schimmelpilzbildung. Beachten Sie daher folgende Punkte:

  • Sorgen Sie für eine ausreichende Mindesttemperatur in Ihren Räumen. Ideal sind im Bad 22–24 Grad und im Wohnbereich 18–20 Grad. Im Schlafzimmer reichen 16 Grad aus. Halten Sie die Türen zu kühleren Räumen geschlossen.

  • Stellen Sie keine Möbel oder andere große Gegenstände vor Ihre Heizkörper. Auch lange, schwere Vorhänge sollten die Heizkörper nicht verdecken. Dies verursacht einen Wärmestau und die richtige Zirkulation ist nicht mehr gewährleistet.

  • Ihre Möbel sollten nicht zu dicht an den Außenwänden stehen. Empfehlung: 2,5 cm sollten es mindestens sein. Zur Decke ist ein Abstand von ca. 30 cm ausreichend.

  • Fenster sollten gut abgedichtet sein.

Lüften

  • Lüften Sie bei jedem Wetter. Im Winter können Sie die Lüftungsdauer verkürzen.

  • Stoßlüften ist die beste Methode. Also: Mehrmals täglich fünf bis zehn Minuten kräftig lüften. Das sorgt für Durchzug, die Frischluft zirkuliert, ohne dass die Wände auskühlen. Solange Heizkörper herunterdrehen. Ein Abschalten der Fußbodenheizung lohnt dagegen nicht. Besonders effektiv ist es, „querzulüften“.

  • Fenster sollten nicht dauerhaft auf Kipp stehen.

  • Gar nicht oder selten zu lüften, macht keinen Sinn. Vorhandene Feuchte muss dann durch zusätzliches Heizen und Lüften abgeführt werden. Das ist Energieverschwendung!

  • Heizen und lüften Sie auch wenig genutzte Räume. Kontrollieren Sie regelmäßig die Temperatur und die relative Luftfeuchte. Haben Sie Aquarien oder viele Pflanzen dort stehen, sollten Sie dies sogar häufiger tun.

  • Wäschetrocknen in der Wohnung sollte generell vermieden werden.

  • Nach dem Duschen oder Baden immer ausreichend lüften.

  • Nach dem Kochen gilt: Küche immer gründlich lüften.

Schimmel

  • Schimmel gefährdet die Gesundheit, weil die Sporen Allergien und Hautinfektionen auslösen können. Das Risiko, an Asthma zu erkranken, steigt bei häuslichem Schimmelbefall um 50 %. Wenn ein Schaden eingetreten ist, gilt es folgendes zu beachten:

  • Die Schimmelbeseitigung sollte nur von einem Fachmann vorgenommen werden.

  • Den Pilzbefall nur an der Oberfläche zu beseitigen, ist sinnlos. Solange die Sporen in den Wänden nicht abgetötet sind, kehren sie immer wieder zurück.

Diese Checkliste ist als Orientierungshilfe im Alltag gedacht. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es sind – die unser Meinung nach – wichtigsten Punkte zusammengefasst.