Die Schuh-Checkliste

Auswahl

Schuhe haben ihren besonderen Reiz. Frauen können oft gar nicht genug davon im Schrank haben. Doch welche Kriterien sollten gute Schuhe erfüllen? Die wichtigsten Punkte sind in unserer Schuh-Checkliste zusammengefasst. Tipps zur Pflege sind ergänzt. Und: Wir haben für Sie auch die gängigsten Schuhformen in einer Übersicht zusammengefasst – für Damen und Herren. Aber auch über die unterschiedlichen Arten von Absätzen können Sie sich hier informieren.

Tipps zum Schuhkauf

  • Einen halben Tag sollten Sie schon einplanen.

  • Beim Schuhkauf sollten sich die Füße bereits "eingelaufen" haben. Der Nachmittag ist daher meist am besten.

  • Damit die Schuhe optimal zu tragen sind, sollten Sie auf folgendes achten:

  • Wenn Sie stehen, sollte zwischen Schuhspitze und großem Zeh genug Platz (ca. 1 cm) sein.

  • Die Zehen müssen bequem nebeneinander liegen können.

  • Die Zehen sollten sich nach oben bewegen lassen.

  • Um den Sitz zu checken, können Sie folgenden Test machen: Heben Sie die Ferse, während die Fußspitze am Boden bleibt. Ihre Ferse sollte sich im Schuh nicht mehr als 2 cm nach oben bewegen können.

  • Tipp: Manche Händler messen den Fuß mit einem speziellen Gerät aus und können so gezielte Schuhempfehlungen geben.

  • ... bitte moderat! Absätze, die höher als vier Zentimeter sind, verlagern das Körpergewicht auf die Fußballen. Folgen: Die Zehen werden zusammengepresst. Auch die Wadenmuskulatur und Achillessehne kann sich auf Dauer verkürzen.

  • Eine elastische Schuhsohle ist zu empfehlen, weil dann der Fuß gut abrollen kann. Zudem sollte die Sohle möglichst gepolstert sein.

  • Das optimales Fußbett stützt die natürliche Fußform.

  • Das Obermaterial sollte atmungsaktiv sein.

  • Probieren Sie die Schuhe immer mit den Strümpfen/Socken, die Sie sonst auch tragen.

  • Ein Schuh soll darf weder zu groß noch zu klein sein. Ausnahme: Ist der Schuh nur etwas weit bzw. zu groß, können Sie es mit einer Einlegesohle oder einem Zehen- oder Fersenpolster versuchen.

  • Mit gut sitzende Schuhen tun Sie auch Ihrer Gesundheit etwas Gutes. Passen die Schuhe nicht wirklich, dann gleichen die Füße sowie die Knie- und Hüftgelenke die Fehlbelastungen aus – mit allen negativen Folgen.

  • Ein wichtiges Kriterium für den Kauf: Sie sollten sich in dem neuen Schuh sofort wohlfühlen.

Schuhepflege

  • Neue Schuhe sind etwas Herrliches. Damit die Freude länger anhält, ist gute Pflege angesagt.

  • Utensilien

    • Schuhlöffel erleichtern das Anziehen. Vorteil: Die Ferse leiert nicht so schnell aus.

    • Schuhspanner halten Schuh in Form und saugen Feuchtigkeit auf. Zu empfehlen sind Schuhspanner aus Pappel- oder Zedernholz.

    • Die Schmutzbürste dient dazu, groben Dreck zu entfernen. Für Glattleder empfiehlt sich eine Rosshaarbürste, für Velours- und Wildleder eine Kreppbürste.

    • Mit einer Glanzbürste wird die Schuhcreme aufgetragen und verteilt. Für unterschiedliche Farben je eine Bürste zulegen.

    • Mit einer weicheren Polierbürste werden die Schuhe auf Hochglanz geputzt.

    • Tipp: Einen perfekten Glanz lässt sich dadurch zaubern, dass man einen Feinstrumpf über die Polierbürste zieht.

    • Auch Lappen sind zum Polieren von Schuhen gut geeignet.

    • Schuhcreme lässt glatte Leder wieder glänzen. Außerdem schützt sie vor Wasser.

    • Lederseife dient zum Entfernen von Flecken.

    • Mit einem Spezialradiergummi lassen sich Rauleder reinigen.

    • Neue Schuhe vor dem ersten Tragen immer mit Imprägnierspray einsprühen Schuhe, die mit Imprägnierspray behandelt sind, weisen Wasser besser ab. Optimaler Spray-Abstand: ca. 20 cm.

    • Achtung: Sprays nicht drinnen in geschlossenen Räumen verwenden.

  • Pflege Glattleder

    • Am besten ist ein wachshaltiges Imprägnierspray. Im Winter empfiehlt sich ein Spezialimprägnierer, um Schnee- und Wasserränder zu verhindern. Sobald das Spray getrocknet ist, Leder mit einem weichen Tuch aufpolieren.

    • Möglichst farblich passende Schuhcreme verwenden. So bleibt die Leuchtkraft der Originalfarbe lange erhalten.

    • Mit einer Bürste den gröbsten Staub und Schmutz leicht entfernen.

    • Verschmutzungen lassen sich mit einem feuchten Tuch oder unter etwas lauwarmem Wasser entfernen. Das Oberleder sollte dabei nicht durchnässen. Stärkere Flecken Lederseife beseitigen.

    • Das abschließende Einreiben mit Terpentinwachs verhindert Trocknungsflecken.

    • Schuhe mit Zeitungspapier ausstopfen und trocknen lassen. Nicht zu dicht an die Heizung stellen.

    • Hartwachscreme empfiehlt sich, weil ein Schuh mit dieser Pflege nicht nur glänzt, sondern auch atmungsaktiv und wasserabweisen bleibt. Alternative: Emulsionscreme.

    • Verwenden Sie zum Polieren am besten eine Bürste mit runden, weichen Borsten (mgl. Rosshaar).

  • Pflege Rauleder (Velour, Nubuk)

    • Mit einem Radiergummi aufrauen und danach mit einer Wildlederbürste abstreichen.

    • Unbedingt spezielles Wildlederspray verwenden. Bei nassem Wetter am besten einen Hochleistungsimprägnierer benutzen.

    • Mit Zeitungspapier ausstopfen und mind. einen halben Tag trocknen lassen. Nicht in Heizungsnähe platzieren!

    • 10 Minuten in lauwarmem Wasser durchfeuchten. Mit Lederseife reinigen. Ausspülen. Ausgiebig trocknen lassen. Mit weichem Tuch aufpolieren.

  • Pflege Lackleder

    • Imprägnieren ist nicht zwingend nötig. Wenn man's machen möchten, sollte man am besten Nano-Spray nehmen.

    • Um Faltenbildung zu vermeiden, unbedingt Schuhspanner verwenden.

    • Lack Polish verhindert, dass das Obermaterial brüchig wird.

  • Pflege Textil

    • Verwenden Sie möglichst ein spezielles Textil-Imprägnierspray, das nicht-fetthaltig ist. Für extreme Wetterverhältnisse wird Nano-Hochleistungsspray empfohlen.

    • Reinigungsschaum sollte man bei stärkeren Verschmutzungen einsetzen.

    • Mit einem Soft-Gum lassen sich Flecken wegradieren.

  • Pflege Fell

    • Benutzen Sie möglichst ein spezielles Fell-Imprägnierspray, das nicht-fetthaltig ist. Nano-Hochleistungsspray empfiehlt sich bei Nässe.

    • Setzen Sie einen milden Reinigungsschaum, wenn der Schuh stärker verschmutzt ist.

    • Schuhe aus längerem Fell sollten regelmäßig gebürstet werden.

Schuhformen*

  • Damen

    • Zarte Sandalette, Sandale oder Pantolette, die mit einem Zehensteg (Zehentrenner) versehen sind.

    • Luftiger Sommerschuh mit Fersenriemchen, meist vorn geöffnet, eher komfortorientiert und sportiv.

    • Luftiger Sommerschuh mit Fersenriemchen, meist vorn geöffnet, elegant und feminin.

    • Luftiger Sommerschuh, an der Ferse offen, elegant oder sportiv. Auch Sabot genannt.

    • Vorn geschlossener Sommerschuh ohne Fersenriemchen, meist mit Holzboden.

    • Textiler Sommerschuh mit geflochtener Sohle meist aus Bast oder Sisal mit unterschiedlichen Absatzhöhen und -formen.

    • Leichter, weit ausgeschnittener Schuh in runder Leistenform mit flachem Absatz – oft mit einer kleinen Schleife oder Schnalle verziert.

    • Eleganter Schuh zum Hineinschlüpfen, ohne Schnürung und mit flachem Absatz.

    • Eleganter Damenschuh mit mittelhohem bis hohem Absatz – in unterschiedlichsten Ausführungen.

    • Eleganter vorn geschlossener Damenschuh meist mit Absatz und Fersenriemchen.

    • Eleganter Damenschuh mit feinen Spangen oder Riemchen verziert, auch Mary Jane genannt.

    • Eleganter Damenschuh meist mit Absatz und mit frontaler Öffnung, durch die die Zehen zu sehen sind.

    • Luftiger Slipper in sportiver Machart, sehr leicht und flexibel. Meist ohne feste Vorderund Hinterkappe und aus einem Stück. gefertigt. Oft mit genoppter Autofahrer-Sohle.

    • Sportiver Schnürer – auch Slipper für den Freizeit-Bereich.

    • Eine Slipper-Art, die etwas mehr Absatzhöhe aufweist und z.B. den klassischen Business-Look unterstützt.

    • Luftiger Schnürschuh aus leichten Textilien, meist mit Stofffutter und Gummisohle.

    • Eher klassisch mit kurzem Schaft - mit und ohne Reißverschluss.

    • Leichte Stiefelette mit kurzem Schaft und flachem Absatz – meist ohne Reißverschluß zum Schlüpfen.

    • Sportiver oder jugendlicher Stiefel ohne Reißverschluss zum Reinschlüpfen, meist mit extradünner und flacher Sohle.

    • Klassischer und eher enganliegender Stiefel mit betonendem Reißverschluss für den eher eleganten Look.

    • Sehr modischer Stiefel mit überlangem Schaft, der in Überknie-Höhe auf dem Schenkel endet.

Schuhformen*

  • Herren

    • Offener Sommerschuh mit diversen Riemenverschlüssen im Fersen-, Knöchel- und/oder Ballenbereich.

    • Offener Sommerschuh ohne Fersenriemen, meist auch vorn geöffnet.

    • Luftiger Slipper in sportiver Machart, sehr leicht und flexibel. Meist ohne feste Vorderund Hinterkappe. Oft mit genoppter Autofahrer-Sohle.

    • Freizeit-Schnürer, der seinen Ursprung im Segelsport hat. Flexible, rutschfeste Sohle mit Feinschnittprofil, durchzogen mit einem Lederschnürsenkel.

    • Sportiver Schnürer – auch Slipper für den Freizeit-Bereich.

    • Meist robuster Schnürer oder Slipper z.B. mit rustikalen Ledern und profilierten Gummisohlen.

    • Eleganter Schnürschuh oder Slipper vorwiegend mit Derby- oder Oxfordvorwiegend mit Derby- oder OxfordSchnürung, der z.B. den klassischen Business-Look unterstützt.

    • Eleganter Schnürschuh oder Slipper vorwiegend mit Derby- oder Oxford-Schnürung, der z.B. den klassischen Business-Look unterstützt.

    • Eher klassische Stiefelette mit knöchelhohem Schaft mit oder ohne Schnürung.

    • Eher klassische Stiefelette mit knöchelhohem Schaft mit typischem Gummi-Einsatz.

    • Meist robuster Schnürer oder Slipper z.B. aus

Schuhe

  • Definition: Schuhe sind ein Fußbekleidung mit fester Sohle (Boden) und geschlossenem Oberteil (Schaft). Halbschuhe reichen bis kurz unter den Knöchel – Stiefel bis zur Wade.

  • Die wichtigsten Bestandteile

    • Der Schaft besteht aus dem Oberlederschaft und dem Futterschaft.

    • Der Oberlederschaft setzt sich aus der Kappe (vorne), dem Blatt (Mittelteil) und dem Quartier (Fersenteil) zusammen.

    • Schnürsenkel werden verwendet, um dem Schuh einen festeren Sitz zu verleihen. Ähnliche Funktionen haben: Schnallen, Spanngummis, Druckknöpfe sowie Reiß- oder Klettverschlüsse.

    • Unter den beiden Mittelteilen des Schuhes befindet sich die Lasche.

    • Es gibt folgende Typen/Bestandteile: Laufsohle, Zwischensohle, Brandsohle, Decksohle, Rahmen, Keder, Absätze, Ausballmasse, Gelenkstück und Steifkappen.

Absätze

  • Die gänigsten Formen

    • Den Stiletto-Absatz nennt man auch Pfennigabsatz, Stöckelabsatz oder High-Heel-Absatz. Höhe 7 bis 10 cm.

    • Der Blockabsatz ist recht breit, sodass auch höhere Absätze sicheren Gehkomfort und stabilen Halt bieten.

    • Der Trichterabsatz ähnelt dem Block-Absatz. Er wird wird allerdings nach oben hin breiter. Besonders bei Ankle Boots ist der Trichterabsatz weit verbreitet.

    • Der kleine Trichter wirkt im Unterschied zum Trichterabsatz gedrungener und niedriger. Im Gegensatz zum Blockabsatz ist er verspielter.

    • Der kubanische Absatz, auch Kuba-Absatz genannt, ähnelt dem Blockabsatz, ist jedoch etwas breiter.

    • Der Keilabsatz (auch: Wedges-Absatz) ist durchgängig. Das Laufen ist auch bei recht hohen Absatzhöhen einigermaßen bequem. Die Form wirkt mitunter jedoch klobig.

    • Der Plateau-Schuh zeichnet sich durch eine extrem hohe Sohle und einen hohen Absatz aus. Plateau-Absätze können aber auch durchgehend sein und müssen nicht immer über die typische extreme Absatzhöhe verfügen. Zum Beispiel gehören auch Flipflops zu den Plateauschuhen.

Diese Checkliste ist als Orientierungshilfe im Alltag gedacht. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es sind – die unser Meinung nach – wichtigsten Punkte zusammengefasst. * Quelle für die Schuhformen: Görtz