Die Schulranzen-Checkliste

Auswahl

Der Schulranzen ist für jeden Abc-Schützen so wichtig wie der erste Schultag. Das Kind sollte sich den Ranzen daher aussuchen dürfen – und auch vorher anprobieren. Der Schulanfänger wird besonders aufs Aussehen achten. Eltern sollten dagegen auf Verarbeitung, Gewicht, Aufteilung, Wasserdichtigkeit und die Sicherheit im Straßenverkehr achten – sowie die Alltagstauglichkeit.

Aussehen

  • Der Schulranzen sitzt richtig, wenn er an beiden Schulterblättern anliegt. Außerdem sollte die Oberkante waagerecht verlaufen und sich in Höhe der Schultern befinden. Der Ranzen sollte auch nicht breiter sein als der Rücken des Kindes.

  • Ein Schulranzen sollte nicht mehr als 1,5 Kilo wiegen.

  • Die Tragegurte sollten mindestens 4 Zentimeter breit und ca. 50 Zentimeter lang sein. Auch eine gute Polsterung ist wichtig. Außerdem sollte das Kind die Riemen leicht verstellen können. Optimal sind s-förmige Gurte, weil sie nicht scheuern.

  • Der Griff sollte gepolstert sein. Besser noch sind zwei Griffe: einer zum Aufhängen und ein zweiter zum Tragen.

  • Die Rückseite sollte ergonomisch geformt und gut gepolstert sein. Außerdem sollte sie aus atmungsaktivem Material bestehen.

  • Bei der Farbe geht es um die Verkehrssicherheit. Das Kind sollte mit seinem Ranzen auch im Dunkeln gut erkennbar sein. Es bieten sich helle oder grelle Farben an.

  • Das Material sollte reflektierend und/oder fluoreszierend sein, mgl. nach DIN 58124.

  • DIN 58124 bedeutet, dass die Anforderungen an die Verkehrssicherheit, die Gebrauchstauglichkeit und körpergerechte Gestaltung des Schulranzens geprüft sind. Die Normen sind erfüllt, wenn der Ranzen z. B. mit mind. 20% fluoreszierendem Material in Orange-Rot und/oder Gelb und mind. 10% retroreflektierenden Materialien ausgestattet ist. Auch die Regenfestigkeit muss gegeben sein. Die Belastbarkeit ist ebenso getestet.

  • Die Verschlüsse sollten leichtgängig sein.

  • Die Reißverschlüsse sollten strapazierfähig und leichtgängig sein.

  • Der Deckel des Schulranzens sollte nach dem Öffnen nicht von allein wieder zuklappen, sondern offen stehen bleiben

  • Die Aufteilung der Fächer und Taschen sollte durchdacht sein. Schwere Bücher sollten in Rückennähe platziert sein. Auch sollte sich leicht Ordnung halten lassen.

  • Der Ranzen sollte immer sicher stehen – sowohl leer als auch befüllt.

  • Geprüfte Sicherheit wird z. B. mit dem GS-Zeichen bescheinigt. Ansonsten bieten die Tests von Stiftung Warentest und Ökotest gute Orientierungshilfen.

  • Außentaschen sind praktisch, besonders wenn z. B. dort eine Trinkflasche hineinpasst.

  • Vielleicht gibt es auch den Turnbeutel oder andere Utensilien in demselben Design?

  • Neue, qualitativ hochwertige Schulranzen sind kostspielig. Eltern sollten überlegen, ob evtl. auch ein Vorjahresmodell oder ein gebrauchter Ranzen in Frage kommt.

  • Der Schulranzen sollte folgende Eigenschaft haben:

Gesundheit

  • Ein Schulranzen sollte auf keinen Fall zu schwer sein. Eine zu schwere Last kann die Wirbelsäule des Kindes schädigen. Nach Angaben der Krankenkasse AOK gilt die Faustregel: Ein Schulranzen – Tasche und Inhalt (Bücher, Hefte, Pausenbrot und Trinkflasche) – sollte höchstens auf ein Gewicht kommen, das 10–12 Prozent des Körpergewichts des Kindes ausmacht. Bei einem Abc-Schützen, der 20 Kilo wiegt, sind es also max. 2,4 Kilo. Empfohlen wird eine Aufteilung auf je 1,2 Kilo. Die Angaben gelten für Jungen und Mädchen mit Normalgewicht. Zierliche oder dicke Kinder benötigen leichtere Schulranzen. Und: Ein Tornister sollte auf keinen Fall mehr als 15 % des Körpergewichtes des Trägers überschreiten. Eltern sollten den Ranzen etwa alle 14 Tage hinsichtlich des Gewichtes checken und ggf. überflüssiges Material herausnehmen. Spielzeug und Getränkedosen gehören z. B. nicht hinein.

Inhalt des Ranzens

Diese Checkliste ist als Orientierungshilfe im Alltag gedacht. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es sind die – unserer Meinung nach – wichtigsten Punkte zusammengefasst.